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Aktuelles
Unsere
Eisbahn – nur eine besondere Attraktion?
23. Januar 2012
Es
ist schon ein erfreuliches Erlebnis, wenn die Enkelkinder auf der Roßdörfer
Eisbahn die Runden drehen. Bei schlechtem Wetter ging es nach
Darmstadt in die Eissporthalle, die zwar 50 Cent teurer ist und
die Fahrtkosten kommen dazu, dafür konnte aber die mindest doppelt
so große Eisbahn auch 2 Stunden länger genutzt werden.
Dem
Wohl der Bürger und Bürgerinnen zu dienen, ist die besondere
Aufgabe der Gemeindevertreter/innen. Da alle Leistungen der Gemeinde
letztlich von den Bürgerinnen und Bürger bezahlt werden, sollen
die Leistungen kostenmäßig verantwortbar sein. Das ist das
Anliegen der CDU.
Unsere
Eisbahn – einzigartig
Die
Eisbahn in Roßdorf ist die einzige künstliche Eisfläche in Südhessen,
die unter freiem Himmel angelegt ist und deshalb von vielen Menschen
aus Roßdorf und der Umgebung genutzt wird.
Da
Roßdorf seit 2009 erhebliche Defizite im Gemeindehaushalt hat, der
Unterhalt von Gebäuden der Gemeinde und von Straßen nur
unzureichend finanziert werden kann, stellt sich die Frage: Was können
wir uns leisten?
Unsere
Eisbahn – nicht nur Spaß, sondern auch Kosten
Wenn
wir die Einnahmen je Besuch und den Zuschuss der Gemeinde zu jedem
Besuch gegenüberstellen, erhalten wir eine Vorstellung, wie die
Kosten (in €) sich verteilen:
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2006
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2007
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2008
|
2009
|
2010/11
|
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Einnahme
je Besuch
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1,85
|
2,86
|
2,56
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2,25
|
3,88
|
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Zuschuss
je Besuch
|
2,59
|
10,86
|
4,71
|
5,89
|
10,16
|
Die
CDU-Fraktion hat die Einnahmen und Ausgaben für die Eisbahn in den
Jahren seit 2000 erfragt. Hier einige Kennzahlen. Durchschnittlich
war die Eisbahn an 58 Tagen geöffnet, fast 12.000 Besuche fanden
statt und etwa 70.000 € pro Jahr betrug der Zuschuss der Gemeinde
zum Betrieb der Eisbahn.
Am
Ende 2012 hat die Gemeinde ein Defizit von 7,4 Mio. Euro
angesammelt und 6,4 Mio. Euro Rücklagen aufgebraucht
(Daten gemäß Haushaltsplänen 2008 bis 2012). Bei etwa 10 Mio.
Euro, die der Gemeinde selbst 2012 zur Verfügung stehen, eine beträchtliche
Belastung für die Zukunft.
Sinnvoller
Energieaufwand oder Verschwendung?
Vor
vielen Jahren wurde die Eisbahn errichtet mit einem
zukunftsweisenden Energiekonzept: Die Wärme, die bei der Kühlung
der Eisbahn gewonnen wird, sollte zur Heizung von Wohnungen genutzt
werden. Leider funktionierte das nicht.
Seit
vielen Jahren spricht die politische Führung unserer Gemeinde von
Ökoenergie und sparsamem Umgang mit der Energie. Seit 2005 liegen
uns die Zahlen zum Energieverbrauch der Eisbahn vor. Im Durchschnitt
verbrauchten wir 130.000 kWh pro Saison. Wenn wir die besonders
kurzen Betriebszeiten mit 25 und 35 Tagen mal unberücksichtigt
lassen, verbrauchten wir fast 140.000 kWh je Saison. Das
entspricht dem Jahresverbrauch von fast fünfzig Haushalten.
Zum
Nachdenken:
Das
Roßdörfer Ortskernfest ist ein sehr beliebtes und umsatzstarkes
Fest. Viele Menschen geben gerne viel Geld aus. Warum übernimmt die
Gemeinde (nach Abzug der Einnahmen) 2012 Kosten in Höhe von 44.000
€ und 2013 von 97.000 €?
Bardo
Schwarz, Fraktionsvorsitzender
Home
Was
soll oder kann sich Roßdorf noch leisten?
16. Januar 2012
Erinnern
wir uns: Für die Bücherei in Roßdorf stiegen die Personalkosten
von 10.200 € auf 47.000 € und damit um 360%. Während
2008 die Bücherei 7 Stunden wöchentlich geöffnet hatte, sind
es derzeit 10 Wochenstunden.
Bücherei
– wertvoll und teuer
Insgesamt
vier Mitarbeiterinnen arbeiten mit insgesamt 52,5 Stunden in der
Woche in unserer Gemeindebücherei. Zusätzlich helfen zwei
ehrenamtliche Kräfte stundenweise. Auch wenn die Arbeitsverwaltung
von 2010 bis 2013 einen Lohnkostenzuschuss im Durchschnitt von ca.
7.000 € gibt, addieren sich die Gesamtaufwendungen über die
Jahre wie folgt:
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2008
|
2009
|
2010
|
2011
|
2012
|
|
18.511
€
|
23.002
€
|
33.633
€
|
71.050
€
|
71.400
€
|
Für
2008-10 tatsächliche Jahresergebnisse, 2011-12 Haushaltsplan.
Zusätzlich
wurden im Jahr 2010 für ca. 33.000 € eine EDV und Medien
beschafft, was vom Land Hessen mit 19.700 € bezuschusst
wurde. Nicht enthalten in den Zahlen sind die Aufwendungen für die
Unterhaltung der Räume sowie Heiz- und Stromkosten.
Gegenüber
2008 haben sich die Aufwendungen ab 2011 für unsere Bücherei fast verdreifacht!
Rechtfertigt
die Nutzung den hohen Aufwand?
Für
das Jahr 2010 liegen Kennzahlen vor, die eine Nutzung erkennbar
werden lassen: Neben einer erweiterten Öffnungszeit sind besondere
Ereignisse wie 3 Lesenächte, 1 Flohmarkt, 1 „Tag
der Bibliothek“, 2 Klassenführungen, 1 Kindergartenführung,
1 Lesung, 2 Kindernachmittage und 1 Osteraktion aufgelistet.
Besonders
wichtig: 3.951Besucher/innen
liehen 10.617 Medien
aus. Da 2010 etwa 66.000 Euro Aufwand entstand (incl. EDV und
Medien) kostete jeder
Kundenbesuch ca. 16,50 Euro, ohne dass Raumkosten und
Kosten für Heizung und Strom berücksichtigt werden.
Auch
für 2012 dürfte eine ähnliche Größenordnung des Aufwandes je
Kundenbesuch entstanden sein, auch wenn hoffentlich mehr Roßdörfer/innen
die Bibliothek nutzen – die Kosten stegen ja nochmals um rund
5.000 Euro.
Die
Roßdörfer CDU hält eine Bibliothek für Roßdorf für wichtig.
Aber Aufwand und Nutzen müssen in einem vertretbaren Verhältnis
zueinander stehen.
Da
aber bei der Neuplanung in den Jahren 2008/09 kein Zusammenwirken
mit den vorhandenen Schulbibliotheken zu Stande kam, die alten Räumlichkeiten
weiter genutzt werden sollten und Roßdorfs Haushalt ein großes
Defizit auswies, beantragte die CDU nur eine halbe Stelle zur
Betreuung der Bücherei vorzusehen. SPD und Grüne wollten und
beschlossen eine volle Stelle – tatsächlich eingerichtet sind
derzeit sogar etwa 1,3 Stellen.
So
sollte die Gemeinde Roßdorf aus unserer Sicht mit den Steuern der Bürgerinnen
und Bürger nicht umgehen. Im hier genauer betrachteten Jahr 2010
betrug das Defizit der Gemeinde ca. 1,2 Mio. Euro! Dieses Defizit
haben wir in naher Zukunft auszugleichen.
Bardo
Schwarz, Fraktionsvorsitzender
Home
Welche
Währung ist am besten: Roßdorf-Taler, Euro oder DM?
Auf
dem CDU-Neujahresempfang der CDU Roßdorf und Gundernhausen im
angenehmen Ambiente des Seniorenwohnheims der Arbeiterwohlfahrt gab
der hessische Finanzminister Thomas Schäfer hierzu eine klare
Antwort. Käme die DM wieder, würde diese im Vergleich zu den
umliegenden Währungen gleich um 20-40 % aufgewertet werden. Die Folge
wäre, die Exportwirtschaft würde zusammenbrechen und damit die
deutsche Wirtschaft. Die Schweizer mit dem Franken könnten sich
dagegen noch eine hochbewertete Währung leisten. Export spielt bei
den Schweizern keine so große Rolle.
Für
Griechenland sieht der Finanzminister schwarz. Das Land hat fast
doppelt so viele Einwohner wie Hessen, aber nur die halbe
Wirtschaftskraft. Italien muss jeden Tag an seine Hausaufgaben
erinnert werden, obwohl es wirtschaftlich von allen Krisenländern am
besten da stehe. Spanien und Portugal sind auf gutem Weg. Irland
zeigt, wie eine Krise gemeistert werden kann, sodass der
Finanzminister hofft, nächstes Jahr auf den Neujahresempfängen gute
Jahresrückblicke geben zu können. Thomas Schäfer kritisierte frühere
Bundeskanzler und französische Staatspräsidenten, die selbst die
Euro-Maastricht-Kriterien nicht eingehalten hätten und Strafmaßnahmen
zum eigenen Schutz verhindert hätten.
Von
allen Ländern habe Deutschland die Krise am besten gemeistert.
Deswegen müsse Deutschland bei der Einführung der Schuldenbremse mit
gutem Beispiel vorangehen. Deutschland habe zwar nach den schweren
Jahren 2008-2010 wieder hohe Einnahmen, aber in den Jahren mit weniger
Einnahmen seien die Ausgaben, z. B. für Personal, gleich
geblieben, für Energie sogar deutlich gestiegen. 40 % der
Ausgaben des Landeshaushalts seien Personalausgaben. Bei Bildung,
Sicherheit und Justiz fordern die Bürger eher noch mehr Personal, und
eine gute Finanzverwaltung sei für die Einnahmeseite des Staates
ebenfalls nötig.
Als
Gäste konnte der Parteivorsitzende Georg Dintelmann die
Bundestagsabgeordnete Patricia Lips, die Bürgermeisterin Christel Sprößler,
ihren Stellvertreter und mehrere grüne und sozialdemokratische
Gemeindevertreter begrüßen.
Markus
Stellfeldt
Ehrungen
Für
jeweils 30 Jahre Mitgliedschaft in der CDU werden Inge Reichelt und
Hans-Christof Seide geehrt, für 40 Jahre der Schatzmeister Horst
Bender und für stolze 55 Jahre Ludwig Beckerle. Herzliche
Gratulation!
Markus
Stellfeldt / Georg Dintelmann
Wiederkehrende
Straßenbeiträge
In
immerhin vier Bundesländern gibt es die Möglichkeit der sog.
wiederkehrenden Straßenbeiträge, d. h. anstelle der Anlieger
einer Straße sollen alle Bewohner einer Gemeinde in kleinen Beiträgen
zum Unterhalt aller Straßen einer Gemeinde verpflichtet werden. Diese
Möglichkeit wird auch in Hessen und Roßdorf diskutiert. Die Roßdörfer
CDU hatte im August 2011 mit der Landtagsabgeordneten Karin Wolff
eine Initiative für eine Gesetzesänderung gestartet. Die SPD hat in
der letzten Sitzung der Gemeindevertretung einen entsprechenden Antrag
eingebracht.
Wie
Finanzminister Thomas Schäfer auf dem Neujahrsempfang der CDU
berichtete, hält das Landesverfassungsgericht von Rheinland-Pfalz
jedoch eine regelmäßige Umlage zur Finanzierung der Straßenkosten für
verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht wird sich jetzt mit
dieser Frage beschäftigen. Nach einem Urteil wird die hessische
Landesregierung über das weitere Vorgehen entscheden.
Markus
Stellfeldt
Home
Wofür
gibt die Gmeinde unser Geld aus?
2. Januar 2012
Erinnern
wir uns: 2012 nimmt die Gemeinde aus unseren Steuern und Gebühren
rund 1,8 Mio. Euro mehr ein als 2011. Trotzdem beträgt der Fehlbetrag
im Hauhalt -1,6 Mio. Euro!
Wo bleibt da unser Geld?
Es
war einmal …
Ende
2008 verfügte die Gemeinde noch über 6,4 Mio. Euro Guthaben und
hatte Kredite in Höhe von ca. 1,4 Mio zu tilgen. Anfang 2012
startet die Kasse der Gemeinde mit einem Defizit von -800.000 Euro
und die Kreditschulden betragen 4 Mio. €. In dieser Richtung
geht es weiter!
Ohne
Personal ist Dienstleistung nicht möglich, aber …
Aufgabengemäß
sind die Personalkosten in unserer Gemeinde die höchste
Ausgabengruppe. Verwaltung, Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit
sowie Pflege der gemeindlichen Einrichtungen erfordern fachlich
gebildetes Personal. Um zu entscheiden, ob Aufwendungen im Umfang
angemessen sind oder nicht, gibt es nur die Möglichkeit, Ausgaben
mit anderen Kommunen zu vergleichen.
Der
Landesrechnungshof hat dies für die Jahre 2004 bis 2008 getan und
festgestellt, dass Roßddorf verglichen mit anderen Gemeinden in der
Verwaltung über 300.000 € mehr ausgibt. Das entspricht etwa 30%
der Personalausgaben in diesem Bereich!
Als
Gemeindevertreter haben wir nicht die Möglichkeit, Roßdörfer
Haushalte mit anderen Gemeinden zu vergleichen. Wir können aber die
Haushaltsentwicklung über die Jahre miteinander vergleichen. In der
folgenden Tabelle sind Personalkosten mit außergewöhnlicher
Steigerung von 2008 zu 2012 zusammengetragen.
Die Werte von 2008 sind die tatsächlichen Ausgaben, für 2012
die geplanten Ausgaben in Euro:
|
|
2008
|
2012
|
Steigerung
|
|
Bücherei
|
10.200
|
47.400
|
360 %
|
|
Verwaltung
|
1.075.269
|
1.612.200
|
50 %
|
|
Sportstätten
|
239.338
|
348.300
|
46 %
|
|
Kindertagesstätten
|
1.101.705
|
1.451.400
|
30 %
|
|
Jugendförderung
|
112.766
|
131.300
|
16 %
|
Es
stellt sich die Frage, ob eine Gemeinde mit dauerhaften Defiziten im
Haushalt sich derartige Steigerungen leisten kann. Da Bund und Land
endlich eine weitere Verschuldung durch Verfassungsänderung
begrenzt haben, ist der Ruf nach mehr Geld von dort wohl wenig
erfolgreich. Es bleibt der Gemeinde nur ein Weg offen: die
Gemeindesteuern zu erhöhen oder große Ausgabensteigerungen zurück
zu fahren und verzichtbare Ausgaben zu vermeiden.
Der
bisherige Weg, die Gemeindesteuern alle zwei Jahre deutlich zu erhöhen,
sollte aus Sicht der CDU-Fraktion nicht weiter zur Debatte stehen.
Wir Roßdörfer Bürger müssten 2013 etwa 1,5 Mio. Euro mehr
an Gemeindessteuern und Gebühren zahlen, wenn ein ausgeglichener
Haushalt erreicht werden soll. Eine Verdoppelung der Grundsteuer
würde hier nicht ausreichen!
Ich
werde in den kommenden Roßdörfer Anzeigern einige Ausgabenbereiche
näher beleuchten, damit Sie sich selbst ein Bild machen können.
Bardo Schwarz, Fraktionsvorsitzender
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